Hormonfrei – Die moderne und gesunde Methode der Verhütung

Es gibt mittlerweile verschiedenste Methoden zu verhüten, hormonelle Verhütung in Form einer Pille ist aber nach wie vor weit verbreitet. Die Risiken und Nebenwirkungen des hormonellen Präparates sind kein Geheimnis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombose, Hormonstörungen und Gewichtszunahme sind nur wenige der bekannten Nebenwirkungen der Pille. Obwohl die Dosierung in den letzten Jahrzehnten weit gesunken ist, bleiben die Gefahren bestehen. Aus diesem Grund beschäftigen sich immer mehr freien mit hormonfreien Verhütungsmethoden.

Welche Verhütungsmethoden gibt es?

Die bekannteste Verhütungsmethode ist und bleibt das Präservativ. Kondome haben einige Vorteile: Sie können einfach nach Bedarf angewendet werden, sich leicht zu beschaffen und sie sind die einzige Verhütungsmethode, die nicht nur ungewollte Schwangerschaften, sondern auch sexuell übertragbare Krankheiten vorbeugt. Gesundheitlich ist die Nutzung von Präservativen unbedenklich, es sei denn, eine Unverträglichkeit oder Überempfindlichkeit liegt vor. Der große Nachteil der Kondome ist die Tatsache, dass sie reißen können und der Schutz nicht gewährleistet wird.

Die moderne Art der Verhütung ist ein Zykluscomputer. Hier handelt es sich um eine absolut natürliche Verhütungsmethode, da kein Eingriff in die Körpersysteme erfolgt und lediglich mit Zählungen und Rechnungen gearbeitet wird. Ein Zykluscomputer lässt sich auf zwei Arten einsetzen: Zur Verhütung einer ungewollten Schwangerschaft oder auch zum Erfüllen des Kinderwunschs. Mit dem Computer kann die Frau recht präzise ausrechnen, wann Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führen kann. Mehr zu Zykluscomputern findest du hier.

Auch bei einem Kinderwunsch kann der Zykluscomputer eine Hilfe sein. Bildernachweis

Welche Arten des Verhütungscomputers gibt es?

Die Verhütungscomputer arbeiten auf zwei verschiedene Weisen.
Temperaturcomputer orientieren sich an der Basaltemperatur der Frau. Dafür muss jeden Morgen zu der gleichen Uhrzeit die Temperatur mit einem separaten Thermometer gemessen und eingetragen werden. Anhand der Daten errechnet der Temperaturcomputer die fruchtbaren Tage. Die Temperaturcomputer sind meist weniger sicher als die Hormoncomputer, da die Körpertemperatur z.B. durch Erkrankungen beeinflusst werden kann oder ungenaue Messungen der Temperatur können das Ergebnis verfälschen.

Der Hormoncomputer misst die Hormonwerte anhand eines Teststreifens. Wie auch bei Schwangerschaftstests muss dafür der morgendliche Urin verwendet werden. Die Methode ist zuverlässiger, da bestimmte Hormone (Fruchtbarkeitshormon) klar den Eisprung sowie unfruchtbare Tage anzeigen können. Bei beiden Methoden ist das genaue Befolgen der Anleitungen gefragt um eine unerwünschte Schwangerschaft zu vermeiden.

Wie zuverlässig sind Zykluscomputer?

Zykluscomputer sind eine sehr moderne Verhütungsmethode, welche zurzeit intensiv untersucht wird. Die Ergebnisse der ersten Studien zeigen grünes Licht, die Genauigkeit der Geräte lag im Jahr 2003 laut der Dissertation von Dr. Peter Andreas Kern bei über 90%. Heute verfügen die Zykluscomputer über eine deutlich höhere Genauigkeit von bis zu 99%, was der gewöhnlichen Antibabypille gleich ist.

Vorteile auf einen Blick
– Es wird nicht in den Körper und Hormonhaushalt der Frau eingegriffen
– Der Zykluscomputer kann beim Kinderwunsch eine große Hilfe sein
– Die Kosten sind auf Dauer geringer, als bei üblichen Hormonpräparaten
– Besuche beim Frauenarzt sind nur noch zur Vorsorge notwendig
– Die Nebenwirkungen bleiben vollständig aus
– Es gibt keine Risikofaktoren
– Es kann jederzeit zu einem beliebigen anderen Verhütungsmittel gewechselt werden

Nachteile eines Zykluscomputers

Trotz allen positiven Seiten ist der Zykluscomputer nicht für jede Frau geeignet. Bei Unregelmäßigkeiten und Schwankungen des Zyklus sowie bei außerordentlich kurzen oder langen Zyklen kann der Computer keine Sicherheit garantieren, da die Geräte auf „normale“ Perioden ausgelegt sind. Die Zykluscomputer sind auf einen 28-Tage Rhythmus ausgelegt, über den aber nicht alle Frauen verfügen. Daher sollte vor der Anschaffung des Geräts der eigene Zyklus beobachtet werden um das optimale Verhütungsmittel auszuwählen.

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